Gymnasium Kirn

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Grundsätze des schulischen Zusammenlebens

 

Gymnasium Kirn - Merkmale einer guten Schule

1.

Eine gute Schule ist geprägt von einer Vertrauenskultur, nicht von einer "Unkultur des Misstrauens".

2.

Eine gute Schule erzieht mit pädagogischer Zuversicht:

a) durch die Ästhetik ihrer Kommunikationskultur;
b) durch die Bildungsinhalte.

Dabei sind sich Lehrer bewusst: "Das Eigentliche ist nie direkt zu lehren oder zu lernen. Es entzieht sich der pädagogischen Absicht und enthüllt sich im Rücken des Handelnden." (K.Adam)

3.

In einer guten Schule gibt es nur flache Hierarchien gemäß einem verantwortbaren Subsidiaritätsprinzip auf allen Ebenen. D.h. auch, dass jeder sich selbständig um (ggf. alternative) Problemlösungsstrategien bemüht.

4.

In einer guten Schule ist Teamgeist wichtig, nicht ellenbogenhaftes Einzelgängertum.

5.

In einer guten Schule arbeiten und leben Menschen, die einander als unverwechselbare und unauswechselbare Individuen wahrnehmen und durch gewachsenes Vertrauen sich achten.

6.

Mit einer guten Schule identifizieren sich die an ihr Beteiligten - auch wenn sie diese Schule verlassen (haben).

7.

Eine gute Schule gibt Schüler/innen Chancen zu zeigen, was sie können - nicht, was sie nicht können.

8.

Eine gute Schule ist fördernd und fordernd, dabei transparent, fair und gerecht in ihren Leistungsbeurteilungen und -bewertungen.

9.

In einer guten Schule findet fachlich anspruchsvoller, didaktisch reflektierter und, den jeweiligen Lerngegenständen angemessen, methodisch variabler Unterricht statt.

10.

In einer guten Schule erarbeiten sich Lehrer/innen und Schüler/innen mit Freude, wenn es sein muss aber auch mit Anstrengung, den Bildungsgehalt der als wichtig erachteten Inhalte, ohne permanent die Warum-Frage (die pragmatische Falle!) zu stellen.

11.

In einer guten Schule werden ausgehandelte Regeln des Miteinander-Umgehens selbstverständlich respektiert und eingehalten.

12.

Eine gute Schule handelt sensibel für ihr Umfeld und ihre Umwelt.

"Erkläre mir, und ich werde vergessen.
Zeige mir, und ich werde erinnern.
Beteilige mich, und ich werde verstehen."

Dr. G. Tesch

 
Anmerkungen des Schulleiters Dr. Gerd Tesch*

Wenn wir als Lehrer selber glaubwürdig und konsequent handeln, wird das unsere Schüler - die meisten zumindest - zu ähnlichem Handeln bewegen.
Wenn wir z.B. pünktlich unseren Unterricht beginnen und beenden, werden auch unsere Schüler diese Norm beherzigen.
Wenn wir in angemessener Zeit Klausuren zurückgeben, werden auch unsere Schüler Zeitvorgaben einhalten.
Wenn wir den Mut haben, auf Stoffmengen nach Absprache mit unseren Fachkollegen zu verzichten, wenn wir uns auf unabdingbaren Grundlagenstoff konzentrieren, wenn wir diesen immer wieder üben, vertiefen, in neuen Kontexten wiederholen, werden unsere Schüler Sicherheit bekommen und Erfolge haben, auf die wir und sie stolz sein können.
Wenn wir in unseren Fächern Wert legen auf die Einwurzelung von Arbeitstechniken, Methoden, auf die Beherrschung der muttersprachlichen Kompetenzen werden unsere Schüler darin sicher werden.
Wenn wir unsere Arbeiten und Überprüfungen seriös im Unterricht vorbereiten, entsprechende Hausaufgaben kontinuierlich aufgeben und würdigen, werden unsere Schüler auch in den Klausuren sicherer werden.
Wenn wir die teuren Schulbücher (ca. 350,-- bis 400,-- DM pro Jahr) konsequent und kontinuierlich einsetzen, werden wir so manch teure Kopie einsparen und unseren Schülern die Sicherheit eines vertrauten Lehrwerks geben.
Wenn wir fair, transparent und gerecht anspruchsvolle Leistungserwartungen und Noten formulieren, vermitteln wir unseren Schülern Sicherheit und animieren sie - die meisten doch wohl - zur Leistung.
Wenn wir Chancen geben, aber Nachlässigkeiten und Tricksereien konsequent unterbinden, ersparen wir uns und unseren Schülern viel Ärger und Frust.
Wenn wir uns bei Konflikten konsequent an die jeweiligen Zuständigkeiten - Fachlehrer, Klassenleiter, Stufenleiter, Verbindungslehrer, Schulleitung, und zwar in dieser und nur in dieser Reihenfolge - halten, werden wir zu akzeptablen Lösungen kommen.
Wenn wir als Kollegen offen und fair miteinander umgehen, werden wir in einer Kultur des Vertrauens unseren Arbeitsplatz gerne aufsuchen und diese positive Haltung auch unseren Schülern signalisieren können.

*(anlässlich der Dienstbesprechung am 07.08.2000)