Gymnasium Kirn

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25 Jahre Deutsch-Polnische Zusammenarbeit

Reichhaltige, positive Erfahrungen im Bereich des interkulturellen Lernens und der Völkerverständigung haben Schülerinnen und Schüler unserer 10.- 12. Jahrgangsstufe (Betreuerin: Fr. Wolf) während des diesjährigen Besuchs unserer Partnerschule aus Olkusz/Polen gesammelt.

Wir sind sehr stolz auf diese gewachsene Verbindung zum II. Liceum in Olkusz und hoffen auch in Zukunft auf viele fruchtbare Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern aus dem Kirner und dem Olkuszer Land.

 

 

 

 

Bild rechts: Gruppenbild mit Herrn Abgeordnetem Norbert Neuser beim Besuch des Europäischen Parlaments in Straßburg am 17. Mai 2017

 

 

 

 

 

 

 

Austauschprogramm Polen

Unsere Partnerschule in Polen:
II Lyzeum OgólnoksztalcaceUl. S. Zeromskiego 1, PL 32-300 Olkusz

Link zur Schule: http://lo2.olkusz.pl/

Besuch in Olkusz im September 2012:

Bilder vom Besuch in Olkusz im September 2011:

http://lo2.olkusz.pl/galeria/category/61-wymianapn2011

Bilder vom Gegenbesuch in Kirn im Mai 2011:

http://lo2.olkusz.pl/galeria/category/46-wymianapn2011


1. Partnerschaft

Durch einen Brief polnischer Schüler und Schülerinnen, der uns im Frühsommer 1992 über das Kultusministerium Mainz erreichte, wurde diese Schulpartnerschaft angeregt.
Einem intensiven Briefwechsel zwischen beiden Schulleitungen folgte dann ein Arbeitsbesuch zweier Lehrkräfte im Frühsommer 1993 in Olkusz, um den Austausch im Detail vorzubereiten. Die erste Schülerbegegnung fand im Herbst 1993 in Olkusz statt und wurde von allen Beteiligten als sehr gelungen bezeichnet. Im Frühjahr 1994 konnten wir hier in Kirn zum ersten Mal polnische Gäste begrüßen. Seit dieser Zeit besuchen sich Schülergruppen der Jahrgangsstufen 9 bis 12 im halbjährigen Wechsel. In diesem Frühsommer werden etwa 25 polnische Schülerinnen und Schüler vom 13.06.- 21.06. wieder unsere Gäste sein. Nach Ende der Sommerferien in Polen werden wir dann wieder unseren Besuch in Olkusz machen.


2. Die Stadt und ihre Schule

Die Stadt Olkusz liegt etwa in der Mitte zwischen Kattowice und Kraków im Kraków-Czestochowa-Jura. Kulturell tendieren die Menschen nach Kraków, gehörten jedoch bis 1999 zur Wojwodschaft Katowice. Erst seit der Verwaltungsreform ist Olkusz wieder ein Teil vom sog. Kleinpolen.
Die Stadt beging 1999 ihre 700-Jahr-Feier. Im Mittelalter genoss die Stadt als "Silberstadt" großes Ansehen. Den damaligen Reichtum der Stadt dokumentiert noch immer die inzwischen restaurierte Marienkirche, die Marktplatz und Altstadt dominiert.
Das II. Lyzeum liegt in einem Wohngebiet, das in den 70-er Jahren für ca. 20-30.000 Menschen gebaut wurde. Das Lyzeum ist eine 4-jährige Oberstufe, die an die 8-jährige Grundschule anschließt. Der unterrichtliche Schwerpunkt liegt auf Fremdsprachen (Deutsch, Englisch, Französisch aber auch Russisch wird unterrichtet). Der Sprachunterricht wird in Kleingruppen abgehalten, so dass die Verständigung unserer Schüler sowohl auf Deutsch als auch Englisch fast problemlos ablaufen kann. Natürlich lernen auch wir bei unseren Aufenthalten in Olkusz einige polnische Worte.


3. Ziele des Schüleraustauschs

Als 1992 die Diskussion an unserer Schule darüber begann, ob ein solcher Schüleraustausch sinnvoll sei, wurden vor allem folgende Argumente für das Austauschprogramm ins

  • Kennenlernen einer anderen Kultur;
  • einige Mosaiksteinchen in der Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen zu setzen;
  • Verständnis für polnische Vorbehalte gegenüber Deutschland bei unseren Schülern zu wecken
  • zu helfen, Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen;
  • durch Besuche im nahegelegenen Konzentrationslager Auschwitz/Birkenau und des jüdischen Viertels von Kraków einen Beitrag zur Aufarbeitung deutscher Vergangenheit zu leisten und zur deutsch-polnischen Aussöhnung beizutragen.

Um diese Ziele angehen zu können, ist es auch nötig gewesen, beide Lehrerkollegien miteinander ins Gespräch zu bringen. Im Frühsommer 1996 reisten deshalb 15 Kolleginnen und Kollegen für 4 Tage nach Olkusz und im September des gleichen Jahres durften wir dann unsere polnischen Kollegen hier begrüßen. Private Kontakte zwischen Lehrern und Schülern, die jetzt auch schon einige Jahre bestehen, sind ein positives Zeichen für uns, diese Partnerschaft fortzusetzen und weiterzuentwickeln, wie dies im Rahmen des Comeniusprogramms seit 1999 geschieht.