Gymnasium Kirn

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"Junior"-Unternehmen "femetta"

„femetta! - Einmal gesessen, nie mehr vergessen!“ 

Das kann wohl jeder bestätigen, der im Schuljahr 2003/2004 den Werdegang der Schülerfirma „femetta!“ mitverfolgt hat.

femetta!“ – das waren 17 Schüler des Sozialkunde-LKs bei Herrn Heß, die für ein Jahr den Sprung in die Wirtschaft wagten und im Rahmen des Projektes JUNIOR des IW Köln ein Schülerunternehmen gründeten.

Die Geschäftsidee stand bald fest: Unter dem Motto Schweden verschrieben wir uns der Produktion des Schwedenstuhls und eines passenden Beistelltisches.

Unsere ersten öffentlichen Auftritte konnten wir am Andreasmarkt in Kirn und dem Weihnachtsmarkt in Rhaunen verzeichnen, wo wir zahlreiche Bestellungen entgegennahmen und unser Verkaufstalent erstmalig unter Beweis stellten.

Darauf folgte Anfang Dezember 2003 die konstituierende Hauptversammlung, auf die eine lange Zeit der Produktion folgte. Jeden folgenden Freitagnachmittag verbrachten wir mit Säge, Bohrer und Tacker im Werkraum des Gymnasiums, da wir die insgesamt rund 80 Stühle selbst fertigten. Neben den vielen Zeitungsberichten der folgenden Monate und einem von uns ausgestalteten Schaufenster standen noch eine Finanzprüfung an sowie das Erstellen eines Geschäftsberichts, der mit den monatlich einzusendenden Unterlagen die Grundlage für die Auswahl zum Landeswettbewerb im Mai 2004 bildete.

Da „femetta!“ zu den zehn Unternehmen gehörte, die am Landeswettbewerb teilnehmen durften, begann für uns nun die Vorbereitungsphase, die wohl allen Beteiligten noch in guter Erinnerung sein wird – in kurzer Zeit gestalteten wir ein Konzept für den Präsentationsstand aus und übten ein 5-Minütiges Bühnenstück zur Präsentation unseres Unternehmens ein.

Mit diesem unterhaltsamen Bühnenstück konnte „femetta!“ die Jury überzeugen und den dritten Platz erreichen.

Bevor schließlich im Juni der Tag der auflösenden Hauptversammlung kam, versteigerten wir auf dem Schlossfest in Dhaun noch unsere beiden vom SV Mainz 05 und 1.FC Kaiserslautern unterzeichneten Fanstühle.

Einen gelungenen Abschluss dieses erfahrungsreichen aber auch arbeitsintensiven Jahres bildete die unverhoffte Auszeichnung mit dem Marketingaward des Marketingclubs Rhein-Mosel, den wir im Kurfürstlichen Schloss Koblenz entgegennahmen.

Rückblickend bleibt zu sagen, dass wir in dem Jahr „femetta!“ viele über den Schulalltag hinausgehende Erfahrungen sammeln konnten. Jeder, dem sich die Chance bietet, an diesem Projekt teilzunehmen, sollte diese auf jeden Fall nutzen.

Vielen Dank an dieser Stelle an unseren engagierten Schulpaten Herrn Heß, der uns immer mit aufmunternden Worten zur Seite stand: „Du packst das!“

 
Femetta ist stolzer Preisträger
Schülerfirma gewinnt Marketing Sonderaward -
ein gelungener Abschluss des Geschäftsjahres

„Es ist ein wirklich gelungener Abschluss und ein Ansporn für die Zukunft, wenn nach diesem Jahr harter Arbeit, die Resultate gerade von Unternehmern aus dem reellem Wirtschaftsleben in diesem Ausmaß gewürdigt werden!“ So die Vorstandsvorsitzende Elisabeth Schneider bei der Preisverleihung am Freitag, den 27. August im Kurfürstlichen Schloss in Koblenz.
Dort wurde nun schon zum dritten Mal der begehrte Marketing-Award des Marketing Clubs Rhein-Mosel e.V. verliehen.
Neben dem Unternehmen Münz Team-Kleidung aus Montabaur und dem Special Award – Gewinner Bertie Hahn, Talententdecker und Festivalinitiator, konnten auch die Kirner Unternehmer so begeistern, dass die Jury sich entschloss, die Schülerfirma mit einem Sonderpreis auszuzeichnen.
Doch für diejenigen, denen Sonderpreis oder Marketing Award zu abstrakt ist, hier erst mal eine kleine Erläuterung:
Der Marketing Club Rhein-Mosel e.V., der als einziger regional einen solchen Preis verleiht, besteht unter anderem aus Führungskräften aus dem Bereich Marketing, Projekt- und Produktmanagern, sowie Marktforschern und Wissenschaftlern aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz.
Das Ziel des Clubs ist nicht nur Erfahrungsaustausch und Weiterbildung, sondern dass ihnen auch die Förderung des Nachwuchses am Herzen liegt, zeigt ja die Auszeichnung der Kirner.
Mit der, alle zwei Jahre erfolgenden, Preisverleihung sollen „herausragende unternehmerische Leistungen der in unserer Region ansässigen Unternehmen gewürdigt werden – und auf diese Weise immer wieder auch der Medienfokus auf die Vielseitigkeit, Innovationsfreude und Wirtschaftskraft der Region gelenkt werden“, erklärt der Pressesprecher des Marketing Clubs Dieter Eberle den Zweck des Awards.
Dabei kommt es bei den eingereichten Projekten nicht nur auf das Marketing Konzept an, auch die erfolgreiche Umsetzung spielt eine entscheidende Rolle.
Dafür musste auch für femetta neben einer generellen Unternehmensbeschreibung eine Erläuterung der Marktstrategie den Bewerbungsunterlagen beigelegt werden. Ein wichtiger Aspekt war z.B., wodurch sich die Idee der Vermarktung von den üblichen Lösungen am Markt abhebt. Hierbei wurden die 16 Schüler und Schülerinnen für ihr „Fingerspitzengefühl, Ideenreichtum und Professionalität“ gelobt.
Zu Beginn war es aber in erster Linie eine letzte Herausforderung sich auch vor reellen Unternehmern zu beiweisen nicht im Rahmen des JUNIOR- Wettbewerbes, nachdem sich die Schülerfirma ja schon im vergangenen Monat auflösen musste.
„Wir konnten es kaum fassen, als wir die Einladung zur Preisverleihung bekamen!“ erzählt die Leiterin der Marketing Abteilung Katharina Gabriel.
Am besagten Abend wurde femetta neben ihr natürlich auch von der Vorstandsvorsitzenden Elisabeth Schneider und Isabell Janzen, zuständig für PR- und Öffentlichkeitsarbeit, vertreten. Auch der betreuende Lehrer, Kai Heß, war mit von der Partie. Neugierig, aber auch entsprechend nervös, wurden die drei Schülerinnen des Kirner Gymnasiums vom Präsidenten des Marketing Clubs, Joachim Zeutzheim, der später auch die Laudatio hielt, begrüßt. Da der Altersdurchschnitt an diesem Abend durch die Jungunternehmer wohl um einiges gesenkt wurde, ist es auch nicht verwunderlich, dass sie von vielen Gästen kritisch beäugt wurden, die es sich nicht erklären konnten, wie sich eine Hand voll Jugendliche auf eine solche Veranstaltung verirren konnte.
Nachdem sie sich aber auch auf der Bühne bei einer kurzen Dankesrede als selbstbewussten Nachwuchs bewiesen hatten, verschwanden die zweifelnden Blicke und beim darauffolgenden Buffet galt neben dem Essen alles Interesse der Schülerfirma und ihrem Produkt dem Schwedenstuhl. So bot der Abend neben dem Preis nicht nur einen hohen Unterhaltungswert durch Musik und diverse Künstler, sondern auch die Möglichkeit wertvolle Kontakte für die Zukunft zu knüpfen. Zwar weiß noch keiner, ob eine Tätigkeit im Marketing Bereich in Frage kommt, aber es sind sich alle einig, dass der Abend eine unersetzbare Erfahrung war.
In diesem Sinne ist es immer wieder schön zu sehen, dass Nachwuchsförderung nicht immer nur ein leeres Versprechen ist.

(Isabell Janzen)

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