Gymnasium Kirn

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"Junior"-Unternehmen "sextima"

Zu Beginn des Schuljahres 2005/2006 wurde die Schülerfirma SEXTIMA des Gymnasiums Kirn gegründet. Die Gründung erfolgte im Rahmen des vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln durchgeführten Projekts JUNIOR. Davor stand bei den 11 Schülerinnen und Schülern, die sich zur AG anmeldeten, der Entschluß, durch ein solches Projekt Erfahrung für das Berufsleben zu sammeln. So nahm das Team nach Erhalt der notwendigen Unterlagen die Arbeit auf.

Nach einigen Diskussionsrunden und Recherchen im Internet fanden wir die Idee zu einem Produkt: Basierend auf dem P=NP Problem der Informatik hatten der Amerikaner John Nash und der Däne Piet Hein ein einfaches, aber spannendes Spielkonzept entwickelt, das jedoch bis dato nicht als Brettspiel veröffentlicht worden war. Einige Treffen der JUNIOR-Gruppe später (der Firmenname Sextima war mittlerweile eingeführt worden) wurde es beschlossen, das Brettspiel ROKU mit einer passenden Hintergrundgeschichte herzustellen und zu vermarkten. Bald einigten wir uns darauf, das Spiel in zwei Versionen – Pocket-Version für unterwegs und Deluxe-Version für das Spiel daheim – zu planen. Desweiteren wurde beschlossen, dass neben dem JUNIOR-Startgeld das Kapital für die Herstellung durch Verkauf von Werbeanzeigen auf dem Produkt aufzubringen.

Dann nahmen die verschiedenen Abteilungen ihre jeweilige Arbeit auf, die Suche nach geeigneten Unterstützern für die Firma begann und die Auswahl der mit dem Druck der Spielfelder und Verpackungen sowie der Grobfertigung der Spielsteine wurde einvernehmlich getroffen. Pünktlich zum Beginn der größeren Veranstaltungen und Märkte in Kirn und Umgebung hatten wir ein konkretes Datum für die Fertigstellung der ROKU-Spiele und konnten mit dem Vorverkauf beginnen. Im November verging die Zeit mit aufwendigen Arbeiten an den Produkten, bis schließlich im Dezember die Auslieferung beginnen konnte, nachdem am 25. November die erste Hauptversammlung abgehalten worden war.

Mit Beginn des Jahres 2006 änderte Sextima das Material der Spielsteine vom teuren Holz zum günstigeren und qualitativ gleichwertigen Kunststoff. Boten in der Vorweihnachtszeit noch zahlreiche Märkte Verkaufsmöglichkeiten, war nun eigene Kreativität gefragt. Selbstständig initiierte Verkäufe, ein höchst erfolgreiches Roku-Turnier mit unerwartet hoher Teilnehmerzahl sowie eine Versteigerung – zumeist begleitet von mehreren Artikeln in Zeitungen – sorgten weiterhin für beachtlichen Absatz.

Mit dem Landeswettbewerb Rheinland-Pfalz am 3. Mai in Mainz erreichte das JUNIOR-Jahr einen weiteren Höhepunkt. Vorraussetzung hierfür waren korrekt angefertigte monatliche Buchführungsunterlagen sowie ein ausführlicher Geschäftsbericht, der im Voraus eingereicht wurde. Beim Wettbewerb selbst dekorierten wir einen Präsentationsstand nach dem Vorbild einer Strandhütte auf einer karibischen Insel und führten als Bühnenpräsentation ein Rollenspiel auf der Bühne auf. Nach überstandenen Jury-Interviews und Fernsehaufnahmen ernannte die Jury Sextima schließlich zum Landessieger 2006, Zweiter wurde Ingelprint aus Ingelheim, den dritten Platz belegte unsere Partnerfirma Divertido.

Mit dem Sieg beim Landeswettbewerb qualifizierte sich Sextima für den Bundeswettbewerb vom 6.-8. Juni in Hannover. Hier sorgten Uneinigkeiten in der Jury für das knappe Verfehlen der ersten drei Plätze, dennoch waren wir mit unserer Leistung vollauf zufrieden. Spätestens nach dem abschließenden Unternehmerball hatte sich die Reise endgültig gelohnt.

Viel blieb schließlich nicht mehr zu tun. Auf der 2. Hauptversammlung am 30. Juni zahlte Sextima seinen Anteilseignern die Rekord-Dividende von 33% aus und löste sich ordnungsgemäß auf. Ein spannendes Jahr liegt hinter uns, auf das wir voller Stolz und Zufriedenheit zurückblicken können.