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Im Takt zur Schule

Gemeinsame Aufgabe: Schulweg mit Bus und Bahn

Jahr für Jahr zahlen die Landkreise und kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz erhebliche Summen für die Beförderung von Schülerinnen und Schülern mit Bussen und Zügen im Rheinland-Pfalz-Takt. Dazu investiert das Land
jährlich mehr als 120 Millionen Euro. Weil der freie Zugang zur Bildung für alle möglich sein soll – unabhängig vom Wohnort.


Wer nicht da wohnt, wo die Schule ist, muss sich jeden Morgen auf Bus und Bahn verlassen können. Im Flächenland Rheinland-Pfalz sind das ungefähr 200 000 Schülerinnen und Schüler pro Jahr – von der Grundschule bis zur Oberstufe. Damit pendeln über 40% aller schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen zwischen Ahr und Südpfalz, Westerwald und Obermosel täglich aus dem ländlichen Raum in die Schulen der Mittel- und Oberzentren. Dieses dezentrale Wohnen macht die Planung der Schülerbeförderung zu einer komplexen Aufgabe: Wann steigen wo wie viele Schüler ein und aus? Wie lange muss der Bus dazu halten? Welche Route muss er fahren, um möglichst alle Wohnorte des jeweiligen Einzugsgebietes in einem vertretbaren Zeitrahmen zu erreichen?

Grundlage für die Planung der Schülerbeförderung sind die Standards, die die meisten Kreise und kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz in ihren Schülerverkehrssatzungen festgelegt haben. Dazu gehören Rahmenbedingungen wie die maximale Fahrzeit zwischen Schule und Wohnort, die maximale Wartezeit zwischen Schulende und Busabfahrt oder auch die Regelung, dass eine Schülerbeförderung erst ab 5 Schülern pro Wohnort zugesichert werden kann. Auf dieser Basis entwickeln die Planer der beteiligten Verkehrsunternehmen in den regionalen Verkehrsverbünden die Fahrpläne.

Ihr Ziel ist dabei die möglichst effiziente und auf möglichst alle Belange Rücksicht nehmende Integration der Schülerbeförderung in die bestehenden Linienfahrpläne. Damit wird auch auf sinkende Schülerzahlen reagiert, um das Angebot der Beförderung bestmöglich zu erhalten. Separate Schulbusse, die auf einer eigenen Route ausschließlich Schüler zur Schule oder nach Hause bringen, sind hauptsächlich für die Beförderung von Kindern und Jugendlichen in die Förderschulen im Einsatz. Ganz konkret geht es bei der Planung der Schülerbeförderung darum, wie lange der Bus oder auch der jeweilige Zug an den einzelnen Haltestellen und Haltepunkten zusätzlich anhalten muss, damit alle Schülerinnen und Schüler in Ruhe ein- und aussteigen können und ihre Anschlussverbindung bekommen. Auf die Minute genau. Und da sich diese Schülerströme von Jahrgang zu Jahrgang ändern und nicht immer gleich viele Schüler am selben Ort wohnen oder zur Schule gehen, muss der Fahrplan zu jedem neuen Schuljahr angepasst werden. Auch Ferienfahrpläne im Busverkehr entstehen durch die Notwendigkeit, dass sich Routen und Haltezeiten ändern, wenn alle Schüler landesweit gleichzeitig schulfrei haben.

Die Zukunft der Schülerbeförderung bringt besondere Herausforderungen, die schon heute den Alltag der Verkehrsplaner bestimmen:
Immer mehr Ganztagsschulen und erweiterte Unterrichtsstunden am Nachmittag führen dazu, dass es längst keinen einheitlichen Schulschluss mehr gibt. Das macht die Schulwege disperser und die Beförderung immer aufwändiger. Deshalb arbeiten Planer, Städte, Kreise und Verkehrsunternehmen im ständigen Dialog mit den Schulen, um abzusprechen, wie z. B. leicht versetzte Schulbeginnzeiten am Morgen die Schülerbeförderung entzerren können. Und immer wieder haben auch Schulen ganz konkrete Vorschläge.

 

Quelle:

http://www.der-takt.de/uploads/media/_RPT_KVV_1_13_web.pdf

http://www.dertakt.de/